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Energieübertragung durch Ihre Fenster

Besonders bei weitläufigen Glasflächen können die Innenraumtemperaturen im Sommer durch direkte Sonneneinstrahlung erheblich steigen. In Ermangelung einer speziellen Verglasung ist oft die Installation externer Sonnenschutzmaßnahmen, wie Raffstoren oder Rollläden, erforderlich, um eine übermäßige Erwärmung der Räume zu verhindern.

Hier kommt der sogenannte g-Wert ins Spiel, eine kritische Kennzahl in diesem Szenario. Er gibt den Prozentsatz der Sonnenenergie an, der durch das Fensterglas dringt und so in den Innenraum gelangt.
 

Bewertung der Sonneneinstrahlung mittels des G-Werts

Die Sonnenenergie setzt sich nicht nur aus dem für uns sichtbaren Licht zusammen, sondern beinhaltet auch UV- und Infrarotstrahlen, wobei letztere als Wärme wahrgenommen werden. Der g-Wert misst daher nicht nur, wie lichtdurchlässig ein Fenster ist, sondern auch, wie viel Wärmestrahlung es durchlässt. Eine höhere Energieübertragung führt zu einem Anstieg der Innentemperatur. Ein niedriger g-Wert signalisiert daher, dass die Verglasung bereits eine effektive Barriere gegen Sonneneinstrahlung darstellt. So lassen Standard-Doppelverglasungen, mit einem g-Wert zwischen 0,6 und 0,65, etwa 60 bis 65 % der Sonnenenergie passieren, während es bei Dreifachverglasungen nur rund 55 % sind.

Sonnenschutzverglasungen zeichnen sich durch besonders geringe g-Werte aus. Aktuelle Modelle bieten eine Lichtdurchlässigkeit, die der von Standardfenstern entspricht, reflektieren jedoch die Wärmestrahlung mittels einer extrem dünnen Edelstahlbeschichtung auf der Innenseite des äußeren Glases. Dies hält den Großteil der Wärme außerhalb des Raumes. Einige Hersteller geben an, dass bis zu 80 % der Wärmestrahlung gefiltert werden, wodurch die Räume im Sommer bis zu 5 Grad kühler bleiben können. Im Winter allerdings könnte die reduzierte Sonneneinstrahlung bedeuten, dass die Heizsysteme stärker beansprucht werden, da sie nicht mehr so effektiv durch die natürliche Wärme der Sonne unterstützt werden.
 

Die Bedeutung der Wanddämmung

Bei der energieeffizienten Renovierung ist es ebenso wichtig, das Zusammenspiel zwischen den Fenstern und der gesamten Gebäudestruktur zu berücksichtigen. Die Feuchtigkeit in den Räumen kondensiert am kältesten Punkt der Struktur. Wenn die Fenster besser isoliert sind als die restlichen Gebäudeteile, kann sich die Feuchtigkeit an den Wänden anstelle von den Fenstern sammeln, was das Schimmelrisiko erhöht.

Selbst wenn die Wärmeisolierung der Fenster gut auf die allgemeine Gebäudeisolierung abgestimmt ist, ist eine angemessene Lüftungsstrategie unerlässlich. Durch die verbesserte Dichtigkeit moderner Fenster ist der natürliche Luftaustausch eingeschränkt, wodurch die Raumfeuchtigkeit nicht entweichen kann und sich an den kältesten Oberflächen ansammelt. Es ist daher ratsam, täglich mehrmals für Durchzug zu sorgen, um Feuchtigkeitsschäden vorzubeugen. Weiterführende Informationen zum Thema Lüften finden Sie in der entsprechenden Lektüre.

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Ihr Ansprechpartner:

Tim Füllbrandt

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